Persona

Ich male, zeichne, fotografiere, mache Videos, Objekte, Installationen, Kostüme, Masken, Requisiten, Räume und Licht für Theater und Ritual.

STATEMENT

Kunst hat für mich viel mit Hingabe und Fühlen zu tun – bei aller Reflektion gibt es das, was nicht verstanden werden muss, was Geheimnis ist.

Ich liebe es zu kreieren, schöpferisch und im Fluss zu sein und immer wieder zu malen. Und auch wenn sich Gedanken und Ideen materialisiert haben und sich etwas löst und aufgeht, ästhetisch überzeugt und beglückt.

Mit der Gegenwart als Brille schaue ich was und wer mich umgibt, nah und fern, gehe in Kontakt – und sehe meine Kreationen im Zusammenhang, verwoben mit einem größeren Ganzen. Dann lasse ich den Blick wieder los und verschwimmen, sich in Lichtfunken und Wellen auflösen. Ich erkenne Zusammenhänge auch in alte Zeiten und vorraus.

VITA

Ich bin 1975 in Nürnberg geboren und lebe seit 2004 hauptsächlich in München. Mit dreizehn Jahren gewinne ich den ersten Preis bei einem internationalen Malwettbewerb – meine ersten Reise nach Indien. Nach dem Abitur lerne ich Holzbildhauerei in Oberammergau. Dann studiere ich Kostüm- und Bühnenbild bei Prof. Jürgen Rose an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart. Zu dieser Zeit bildet sich meine künstlerische Ausrichtung im Übergang vom Theater zur visuell bildenden Kunst aus. Ich interessiere mich für die griechische Tragödie. Schlüsselmomente für meine Performance-Praxis erlebe ich als Darstellerin, als “Antigone” in einem Amphitheater (von 300 v. Chr.) in Nordgriechenland. Nach Abschluss meines Studiums, assistiere ich am Stadttheater Gießen für Schauspiel und Oper, zudem realisiere ich eigene Produktionen im Kinder- und Jugendtheater. Doch die Arbeit am institutionalisierten Theater entspricht mir nicht wirklich. Ich widme mich wieder mehr der Malerei. In München absolviere ich das Aufbaustudium für Bildnerisches Gestalten und Therapie bei Prof. Gertraud Schottenloher an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste. Die Bilderwelt der Seele fasziniert mich, das kollektive Unbewusste und die Arbeit mit dem menschlichen Bewusstsein. Ich gehe weiterhin meine eigenen künstlerischen Wege. Es folgen Performances im privaten und öffentlichen Raum, Kollaborationen, Videoprojekte, Arbeiten auf Papier und Malexperimente. Als Kunsttherapeutin arbeite ich im psychiatrischen und psychosomatischen Bereich an Kliniken. Es ist mir immer wieder möglich zu reisen und meinen Durst nach Inspiration aus interkulturellen Erfahrungen zu stillen. Die Arbeit mit Masken entwickelt sich weiter und das Ritual als Format gewinnt an Bedeutung. Am TheaterAtelier München, wo ich nach Abschluss meines Aufbaustudiums als freie künstlerisch-therapeutischer Mitarbeiterin anfange, übernehme ich die Werkstattleitung und 2020 die Gesamtleitung.